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März-Juni 2011    

 

Nach einem milden März und April wird es im Mai wieder richtig Sommer bei uns.

Der Schnee auf den  Bergen im Hinterland schmilzt langsam und überall grünt und blüht es.

Im Hafen kommen immer mehr  Crew´s von kurzen oder  längeren Heimataufenthalten zurück auf ihre Boote, und die Runde beim sonntäglichen Barbecue wird zusehends größer.

Jeden Freitag fahren wir mit  einer Gruppe nach Antalya ins Konzert und das macht riesig Spass.

Für ein Wochenende besuchen wir Kuno und Gülay in ihrem wunderschönen neuen Haus in der Nähe von Demre. Kennen gelernt haben wir die beiden auf ihrem Schiff in Finike.

 


Kuno kommt aus Norddeutschland und Gülay aus derTürkei. Sigefried ein anderer Freund der beiden ist an diesem Wochenende auch noch zu Gast. Er ist ein richtiger Weltenbummler. Mit seinem Reisemobil mit Anhänger ist er das ganze Jahr unterwegs.


Er erzählt viele interessante Dinge über seine Reisen durch Afrika und Asien.

Wir besuchen Christel in Ihrem Haus am Hang in Finike. Sie lebt schon seit etlichen Jahren hier und engagiert sehr für die meist herrenlosen Hunde und Katzen.

Zu Gast bei Christel


Im April kommt die OLE PINELLE an Land und  bekommt wieder einen Neuen Unterwasseranstrich. Die Wellendichtung muß  wegen eines kleinen Lecks ausgetauscht werden. Fleißig wird  gearbeitet und nach einer Woche geht´s wieder ins Wasser. Franz muß noch ´mal  nach Deutschland,  weil es ein technisches Problem am Haus gibt, aber auch das wird gelöst.

Ich bin in der Zwischenzeit  an Bord. Kenan hat inzwischen  Besuch von seiner Freundin Ina aus  Deutschland. Er hat inzwischen ein Auto und wir machen zusammen ein paar Touren ins Umland.

Einmal geht es ins hübsche Städtchen Kas und von dort mit einem Ausflugsdampfer auf die kleine griechische Insel Kastellorizon. Das passt gut, denn so kann ich gleich mein Visum das bald abläuft, erneuern.

Mit Ina und Kenan auf Kastellorizon


Auch nach Antalya geht eine Tour. Wir bummeln durch die Altstadt an den vielen kleinen Geschäften vorbei.


Am alten Hafen von Antalya

Es fällt uns wieder ´mal sehr angenehm auf, dass wir nicht andauernd von den Händlern „angemacht“ werden. Seit einiger Zeit ist es den Leuten verboten, Kunden anzulocken, und wer sich nicht daran hält, muss damit rechnen,  dass sein Geschäft geschlossen wird. In Side hat man schon einige Geschäfte dicht gemacht, und nun sind fast alle sehr zurückhaltend.

Anfang Mai fliegen Ina und Kenan zurück nach Deutschland. Wir haben verabredet, im nächsten Herbst, wenn sie wieder in die Türkei kommen, gemeinsam eine Tour ins Innenland nach  Kappadokien zu machen.

Auch der Hafen von Finike wird  jetzt langsam leerer, denn die Sommerreisen beginnen.

Evelin und Dieter machen sich nach 15 Jahren Bootsleben aus gesundheitlichen Gründen auf den Weg zurück nach Deutschland.


Für die EMYR nach Ägypten haben wir uns abgemeldet. Uns ist die Lage im Nahen Osten im Moment zu unruhig. Von den 120 Booten die ursprünglich gemeldet waren sind dann auch nur noch 51 dabei. 

Am 11.05. kommen die Boote der EMYR für zwei Tage auch nach Finike.  Auch die ENYA mit Otwin und Rosi ist dabei, wir haben sie in Hammamet kennen gelernt. Sofort werden Erfahrungen über die gemachten Reisen ausgetauscht, und es ist ein netter, wenn auch etwas kurzer Klönabend, denn sie müssen am nächsten Morgen weiter Richtung Osten.


Am 19. Mai ist der Geburtstag Atatürk´s und überall wird kräftig gefeiert.

In der Stadt ist sehr viel Trubel, und es gibt u. a. einen Flohmarkt mit vielen bunten Buden.







Auch die Polizei feiert mit.


Dann machen wir uns auf zu einem gemütlichen Törn durch die Buchten der südlichen Türkei.

Unser erstes Ziel ist natürlich wieder die wunderschöne Bucht von Kekova und das kleine Dorf Kale.


In Kale.


Es geht weiter nach Kas. Dort gibt es eine neue Marina, und die wollen wir uns anschauen. Zu unserer großen Überraschung bekommen wir einen kostenlosen Liegeplatz, weil die Marina noch nicht offiziell eröffnet ist. Na, da bleiben wir doch gleich mal ein paar Tage und schauen uns Kas in aller Ruhe an.

Hier in einer schönen Bucht sind Liegeplätze für etwa 450 Schiffe entstanden. Die Bucht ist aber so  groß, dass auch noch Platz zum ankern bleibt, wenn man den Luxus einer Marina nicht in Anspruch nehmen möchte.


Im Moment liegen nur etwa 30 Boote an den Stegen der Kas-Marina

Der Ort ist etwa 1 km entfernt, und so kann man gut fehlenden Proviant einkaufen.


Von Kas machen wir einen kleinen Abstecher auf die kleine griechische Insel Kastellorizon, die etwa 2km vor der türkischen Küste liegt.


In Kastellorizon

Hier wird unser Weinvorrat erst ´mal ergänzt. In der Türkei zahlt man für 1Liter Rotwein ca. € 8,00, und das ist ganz schön schmerzhaft für die Bordkasse. Auf Kastellorizon dagegen zahlen wir ca. € 2,50.

Von Griechenland!!! geht es dann wieder in die Türkei.  Unser nächster Hafen ist Kalkan. Wir machen einen kleinen Rundgang durch den wunderschönen Ort.


In Kalkan



Uns scheint hier alles etwas überteuert. Das merken wir dann auch, als am Abend ein Marinero vor unserer OLE PINELLE steht und Hafengeld kassieren will:


Liegegeld:        40 Lira

Wassergeld:     35 Lira

Elektrizität:       25 Lira

100 Lira  ca. € 50,00

Und das in einem einfachen Hafen. Deshalb geht es am nächsten Tag weiter in die Bestas Limani, einer wunderschönen Ankerbucht.

Wir sind hier fast ganz allein. Doch kaum ist unser Anker gefallen, kommt schon ein kleines Motorboot längsseits. Man will uns Eis, Gemüse, Obst, Brot und frisch gebackene Pfannkuchen verkaufen. Da die Preise unverschämt hoch sind, kann man mit uns kein Geschäft machen.

Bestas Limani

Am nächsten Tag liegt neben uns ein Charterboot mit 5 Männern aus Deutschland. Als wir erzählen, dass wir schon 4 Jahre auf der OLE PINELLE leben, kommt ´mal wieder der Spruch:“ Na, wenn die Frau das denn mitmacht.“ Die Bemerkung haben wir nun doch schon sehr häufig gehört. Meine Antwort ist dann jedes Mal: “Ich kann mich doch freuen, dass mein Mann das mitmacht.“

 

Wir machen uns auf in den großen Fethiye-Golf mit seinen vielen Schönen Buchten .

In der Quellenbucht fällt unser Buganker, und Franz schwimmt mit der Heckleine an Land. An einem großen Felsbrocken wird die Heckleine festgemacht, und dann geht es erst ´mal ins Wasser.

In der Quellenbucht

 

Wie in fast jeder Bucht gibt es auch hier einen Steg mit Restaurant. Wenn man an den Steg geht, ist der Platz kostenlos, aber der Wirt erwartet dann, dass man zum Essen einkehrt.

Da jetzt die Urlaubszeit angefangen hat, sind die Stege fast immer belegt, zumeist mit Charterbooten.

Über 1 Woche halten wir uns in der Fethiye-Bucht auf und besuchen so die eine oder andere Ankerbucht. Auf unserem Ankerplatz in Göcek sehen wir Mitte Juni eine totale Mondfinsternis und wir sitzen sehr lange in der Plicht um das Ereignis zu bewundern.


Die Kapi-Bucht



In der Kapi-Bucht machen wir eine kleine Wanderung über die Hügel. Dabei stellen wir dann fest, dass nicht weit von den schönen Booten in der Bucht doch auch noch Armut herrscht.

Wir kommen an einem ärmlichen, kleinen Bauernhof vorbei. Hier gibt es Hühner, Ziegen und Schafe. Der ca. 14 jährige Sohn des Hauses (Mahmut) bietet uns einen Kaffee an. Er freut sich sehr, dass wir ihm ein paar frische Eier abkaufen, die er mühsam im Garten zusammen suchen muss. Er spricht etwas englisch und so erfahren wir das sein Papa in Dalaman (eine kleine Stadt bekannt durch den Flughafen) einen Job hat und die Mama im Restaurant an der Kapi-Bucht arbeitet.


Bei Mahmut auf dem Bauernhof:




 



Die Drachenbucht

Hier besuchen uns zwei kleine Kalmare


Die Boynuzbuku-Bucht

 

Hier haben wir das erste Mal seit Wochen Regen und ein kräftiges Gewitter. OLE PINELLE wird ordentlich entsalzt.


Eine Woche schippern wir im Fethiye-Golf.

Dann geht es weiter in die Ekincik Limani. Hier  erwartet uns eine große Überraschung.  Als unser Anker festsitzt, sehen wir neben uns die ARETHUSE. Mario und Paola waren unsere Nachbarn  in Hammamet und sind nun auf dem Weg nach Zypern.

An Bord bei Mario und Paola

 Da kann man ´mal wieder sehen wir klein das Mittelmeer ist, man trifft doch immer ´mal wieder Bekannte.


 

 

 

Wir bleiben 2 Tage in der Bucht dann geht es weiter  in die Bucht von Marmaris.

Unterwegs begegnen uns ein U-Boot und ein Tender aus Deutschland.             


In der Marmaris Bucht sehen wir zum ersten Mal „SEEKÜHE.“ Damit ist nun auch geklärt woher das leckere Ayran (ein leicht gesalzenes Yoghurtgetränk) kommt!!!!!


In Marmaris:





Von Marmaris aus machen wir mit einer Schnellfähre einen Abstecher nach Rhodos. Unser Visum muß ´mal wieder verlängert werden.


Auf Rhodos:


Gleich drei dieser riesigen Kreuzfahrer liegen hier an der Pier.


Nach ein paar Tagen geht es weiter Richtung Westen.



Wir ankern in der Ciftlik-Bucht und am nächsten Tag  geht es weiter in die Buzukkale-Bucht.


Hier bekommen wir dann auch die ersten Auswirkungen des Meltemi zu spüren. Mit 5-7 Bft.  fegt der Wind durch die Bucht. Die OLE PINELLE zerrt kräftig am Anker. Am Abend gehen wir dann doch lieber an der Restaurant- Steg zum Übernachten



Im Restaurant gibt es dann ein hervorragendes türkisches Menü.


Nach 2 Tagen geht es weiter nach Bozburun. Wieder haben wir kräftigen Wind, leider von vorne. Als der Anker in der Bucht von Bozburan fällt sind wir ganz schön salzig.

Hier können wir uns wieder mit den wichtigsten Lebensmitteln vorsorgen. Die Kirschen sind gerade reif und superlecker.


Beim BIM (das ist so ´was wie der ALDI der Türkei) gibt es echten deutschen  Lebkuchen. Da können wir natürlich nicht widerstehen.



So das war es ´mal wieder aus der :):D;)sonnigen Türkei

liche Grüße

von den OPi´s

Franz + Hannelore.

Bozburun, 30.06.2011



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