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August    

Wir amüsieren uns köstlich über die kleinen Segler, die immer dicht an uns vorbeisegeln. Sie haben bemerkt, dass wir Fotos machen, nun wollen sie alle mit auf´s Bild.


Aber dann wollen wir endlich nach Kos. Morgens früh gehen wir Anker auf, und mit guten halben Wind sind wir schnell in Griechenland. Der Gemeinde- und Fährhafen ist auch vormittags schon voll belegt, und so gehen wir in den Yachthafen, etwa 1 km vom Zentrum entfernt. Weil Donnerstag ist und morgen viele Charterboote zurückkommen, können wir nur eine Nacht bleiben. Aber das reicht uns auch. Wir mieten uns einen Leihwagen, machen eine kleine Rundfahrt, und dann kommt das wichtigste. Wir gehen in einen hier ansässigen LIDL-Markt. Hier bekommen wir auch ´mal wieder einige deutsche Produkte, wie Schinken, Käse und auch ein paar Konserven Schweinefleisch. Außerdem kaufen wir reichlich Bier und Wein, denn so etwas ist in der Türkei sehr teuer. Voll beladen geht es zurück zum Boot, und alles wird verstaut.

Dann geben wir das Auto zurück und machen noch einen kleinen Bummel durch den Ort.


In Kos

 

 

 

 

 


 

 


Am nächsten Morgen haben wir guten Wind, und es geht zurück in die Türkei. Unser Kurs führt uns in den Gökova-Golf. Er geht über 50 sm nach Osten ins Land, und es gibt hier wunderschöne Orte und Buchten zum Verweilen.


Unsere erste Station ist die Cökertme Bucht. Eine Bucht an deren Nordostseite einige Restaurantstege sind, aber im Nordwesten kann man auch wunderbar ankern. Heute gestaltet sich das ganze ein bisschen schwierig. Nachdem Franz den Anker klar hat und er auch gut in den Grund eingefahren ist, müssen wir rückwärts so weit es geht an das Ufer. Franz nimmt eine achtere Landleine und schwimmt rüber, um an einem Felsen fest zumachen. Es klappt wunderbar. Aber man muss ja immer mit der Unwissenheit anderer rechnen. Am späten Nachmittag kommt noch ein Charterboot mit Familienbesatzung. Ein junges Mädchen wird an die Ankerwinde beordert, und wir sehen gleich: Viel zu wenig Ankerkette! Das kann nicht gut gehen. Der Skipper ist an seinem Steuerrad festgewachsen und seine Frau muss schwimmenderweise die Landleine ausbringen. Dass der Anker nicht hält, merkt keiner der Crew. Alle machen sich sich Landfein und dann geht es ins Schlauchboot, um ins Restaurant zu fahren. Wir können sie gerade noch zurückpfeifen, denn als sie ungefähr 20 m von ihren Boot weg sind, ist der Anker schon soweit geslipt, dass sie hinter uns in unserer Achterleine festhängen.

Das Boot sollte eigentlich neben uns liegen und nicht in unserer Achterleine!!!


Der Skipper behauptet doch tatsächlich, dass sein Anker hält, er hätte schließlich 40m Ankerkette gesteckt. Wie will er das von seinen Platz am Ruder wohl gesehen haben? Wohl oder übel gehen alle wieder an Bord, um das Boot zu sichern. Dann überlegen sie sich wohl eine andere Lösung und gehen doch lieber an den Restaurantsteg.


Der Restaurantsteg in der Cökertme-Bucht.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend gibt es auf einer großen Motoryacht neben uns eine Party Wir hören westliche Musik und auf dem Achterdeck wird tüchtig getanzt. Irgendwann kommen türkische Musiker mit Bauchtänzerinnen an Deck und es wird traditionell. Sieh ´mal einer an, die haben sogar ihre eigene Band an Bord. Es macht richtig Spaß zuzuschauen.;)


Wir bleiben wie immer ein paar Tage und machen es uns richtig gemütlich. Das Wasser hat hier 28°C und ist sehr sauber.


Aber dann wollen wir weiter in den Golf hinein. Wir können wieder herrlich segeln und freuen uns, dass wir unser "Solarkraftwerk" haben. Denn alle Energie, die wir verbrauchen, wird am Tag durch den Sonnenschein wieder aufgeladen.


Am Nachmittag fällt unser Anker in der Karaca Limani im Südosten des Golfes. Hier gibt es einen kleinen Marinasteg mit Supermarkt und Restaurant und einen Gemeindesteg. Am Marinasteg werden Liegeplätze für den Winter angeboten. Im Sommer ist es hier ja wunderschön, aber im Winter möchte ich hier nicht sein. Hier gibt es kaum einen Ort in der Nähe, und für irgendwelche Besorgungen müsste man mit dem Bus ins 25 km entfernte Marmaris fahren. Nein Danke, da lob´ ich mir doch Finike.


Die Karaca-Limani


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch hier bleiben wir ein paar Tage. Wir machen ein paar Spaziergänge an Land und sind dann doch ein bisschen erschrocken über den ganzen Müll, der gleich neben den hübschen Anlagen der Stege ´rumliegt. Es wird Zeit, dass der Herbst kommt. In einem Törnführer habe ich gelesen, dass im Herbst bis zu 30 Güllets hier im Gökova Golf unterwegs sind und die Buchten und Ufer entmüllen. Hier haben sie ordentlich ´was zu tun.

In den Gökava-Golf hinein zu segeln ist ja ganz kommodig, weil der Wind meist aus westlichen Richtungen kommt. Jetzt müssen wir wieder zurück und ´raus kreuzen. Wir haben aber Glück und fast immer schönen Wind zum aufkreuen.

Wir finden an der Nordseite wieder eine schöne Bucht zum verweilen. Laut Seekarte und Törnführer gibt es hier Wassertiefen zwischen 3 -8 m, aber die haben wohl eine 1 vergessen. Laut Echolot ist es an den Stellen zwischen 13 - 18m tief. Wir fahren ein paar Runden und finden dann einen Platz auf 9 m Tiefe. Das Wasser hier ist glasklar und herrlich erfrischend.


Der Strand ist gut belegt. Heute ist der letzte Tag des Ramadan und viele Türken haben jetzt Urlaub. Am Abend hören wir türkische Musik und es wird ordentlich gefeiert.


Am nächsten Morgen traue ich meinen Augen kaum. Am Strand sind in der Nacht viele kleine und große Zelte aufgebaut worden, und jetzt kommen die Leute langsam aus ihren Kojen, sie haben direkt hier am Strand übernachtet.


Unser Dingi wird geputzt.


Nach ein paar Tagen zieht es uns weiter. Wir wollen nach Yediadalar (übersetzt heißt das 7 Inseln). Direkt in der Ausfahrt  der Bucht kommt uns eine große Güllet entgegen, und wir trauen unseren Augen nicht. Anstatt die Schmutzwassertanks zumindest weit draußen zu entleeren, wird es direkt in der Einfahrt erledigt. Wir sind entsetzt. Aber dann werden die Segel gesetzt und mit gutem halben Wind geht es nach Yediadalar. Hinter den sieben Insel gibt auch bei viel Wind gute geschützte Ankerplätze. Aber hier sind wir dann tatsächlich total von der Außenwelt abgeschnitten. Es gibt weder ein Netz für unser Handy noch für das Internet. Das haben wir hier noch nie erlebt.


Am nächsten Tag kreuzen wir wieder den Gekova-Golf um wieder in der Cökertmebucht unseren Anker fallen zu lassen. Man merkt jetzt, dass wirklich Hauptsaison ist, denn die Bucht ist sehr voll. Hier muss man fast überall eine Achterleine an Land ausbringen. Aber wir finden tatsächlich einen Platz, wo wir frei ankern können. Und wieder staunen wir, wie einfallsreich die Türken sind. Ein Mann hat ein kleines Motorboot in eine kleine Fähre umgebaut und bringt damit Gäste über die Bucht.


Das alles sieht ganz schön unsicher und kippelich aus. Bei uns in Deutschland wäre das so gar nicht denkbar, und das ist auch gut so, denn irgendwelche Rettungswesten oder ähnliches gibt es auf dem kleinen Boot nicht.


Um aus dem Gökova-Golf weiter Richtung Westen heraus zu kommen segeln wir ein paar Tage später wieder auf die Südseite. Dort soll es lt. Törnführer den kleinen Fährhafen Körmen mit einigen Liegeplätzen für Sportboote geben. Wir haben ordentlich Wind und freuen uns als wir den kleinen Hafen endlich erreichen. Leider können wir hier nirgends festmachen oder Ankern, denn der kleine Hafen ist eine einzige Baustelle, und wird gerade neu aufgebaut. Also werden wieder die Segel gesetzt, und mit Rauschefahrt geht es zurück auf die Nordseite in die Kargicik Bucht.

 

Wie in vielen Buchten gibt es auch hier inzwischen eine kleine Hotelanlage und einen abgesperrten Badebereich, und es ist gar nicht so einfach einen guten Ankerplatz zu finden. Das Wasser ist meistens sehr tief, und man muss dann viel Kette stecken. Aber bis jetzt hat es immer gut geklappt.


Auch hier bleiben wir ein paar Tage zum Schwimmen und um das Boot ´mal wieder gründlich zu reinigen.


Dann wollen wir endlich wieder um das Kap Knidos. Früh am Morgen gehen wir Anker auf, und wir haben bis zum Kap herrlichen Segelwind. Er schläft dann aber plötzlich ein, und wir müssen die letzten Meilen bis Datca, unser heutiges Ziel, wieder ´mal die "Dieselsocken" anziehen. In Datca gibt es eine südliche und eine nördliche Bucht. Die südliche ist meistens überfüllt und in der nördlichen, die genauso geschützt ist, ist meistens viel Platz. Dort lassen wir unseren Anker fallen. Am nächsten Tag machen wir ein paar Einkäufe und gehen dann zum Essen. An der Pier wird eher Touristenküche angeboten, und " in der zweiten Reihe" , das ist in der Stadt, da wo die Einheimischen essen gehen, gibt es richtig gute türkische Küche. Man kann sich die Gerichte direkt am Tresen aussuchen, und das gefällt uns sehr gut.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Es ist auch wesentlich preiswerter aber dafür ohne "Meerblick". Den Meerblick haben wir den ganzen Tag wenn wir an Bord sind und außerdem wird man davon nicht satt!!!


Wir segeln noch einmal in den Hüsarini-Golf in die Orhaniye-Bucht.


Hier gibt es die Basisstation einiger Charterfirmen. Die Stege liegen eigentlich zu voll. Wir vermuten dass das Chartergeschäft durch die Finanzkrise auch ganz schön gelitten hat.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Seehund mit spitzen Ohren (ein Schäferhund) schwimmt über die ganze Bucht und wieder zurück. Donnerwetter, der ist sportlich!!!!


Auf dem samstäglichen Markt decken wir uns wieder mit Obst und Gemüse ein, und selbstverständlich gibt es Mittags eine leckere Pide.


Wir bleiben ein paar Tage, genießen das tolle und warme Wasser. Die Lufttemperaturen liegen jetzt bei 34-40°C am Tag und 28-32°C in der Nacht. Das Wasser hat 28°C.  Ich schlafe oft draußen in der Plicht.


Neben uns kommt ein türkischer Segler an. Nachdem er seinen Anker geworfen hat, fährt er mit dem Dingi weg, und dann sehen wir ihn nie wieder. Das Boot liegt so dicht neben uns, dass wir noch ´mal Anker auf gehen und nun an anderer Stelle Ankern, denn Platz ist hier wirklich genug.


Von Orhaniye segeln wir dann zurück nach Bozburun.


Bozburun ist ein schmucker kleiner Ort an einer schönen geschützten Bucht.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Selbstverständlich gehen wir bei Mehmet vorbei, dem Chef vom "OSMAN PLACE".



Hier treffen wir auch Bekannte aus Finike. Helga und Dieter kommen von einem Törn durch die griechischen Inseln zurück.


Sie berichten uns davon, das es in diesem Sommer ziemlich kühl war in der Ägäis und Sie an so manchem Abend im Pullovern in der Plicht gesessen haben.

Wir können es gar nicht glauben.

Für eine Nacht gehen wir in den kleinen Hafen. Wir müssen Wasser bunkern. Außerdem gehen wir bei Mehmet essen. Die OLE PINELLE liegt an der Pier direkt vor seinem Restaurant. Natürlich wird ein Tisch direkt an unserer Stelling aufgestellt. So nahe an unserem Zuhause haben wir noch nie in einem Restaurant gegessen.





Wir bleiben noch ein paar Tage, denn der Meltimi hat uns ´mal wieder voll im Griff, und bei zu rauem Wind bleiben wir lieber in der gemütlichen Bucht von Bozburun.


Das war´s ´mal wieder für heute.


liche Grüße von den OLE PINELLE´s

Franz und Hannelore.:)


03. September 2013


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