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22.06.-31.07.2010 Hammamet-Trizonia GR    

Tja und dann heißt es Abschiednehmen   von TUNESIEN. Wir gehen noch ´mal bei allen Händlern, die uns schon zu ihren Stammkunden zählen, vorbei und bevorraten uns für die nächsten Tage. Wenn  wir erzählen, dass wir jetzt weiter reisen wollen, werden wir gleich gefragt: „Und wann kommt ihr wieder?“ Wir verabschieden uns bei Ali und Habib und deren Familien und  verbringen noch einen wunderschönen Tag bei Ralf und Mara in ihrem kleinen „Paradies“.
 
 
In Ralf + Mara´s „Paradies.
 
Wir gehen noch ´mal ins „Mistral“ zum Essen und verabschieden uns bei Chebbi und seinen Kollegen. Als wir klar zum ablegen sind kommt Eva vorbei und wünscht uns eine gute Reise, Wolfgang treffen wir leider nicht mehr, er hat im Moment viel Arbeit. Tja, und dann, am 24.06., heißt es Leinen los, aber bei der Capitainerie müssen wir gleich wieder anlegen um uns abzumelden. Und dann, ich trau´ meinen Augen kaum, stehen Ralf und Mara auf der Pier um uns zu verabschieden.
Als wir ablegen stehen sie noch so lange und winken, bis wir hinter der Mole verschwinden.       
 
Erst ´mal geht es Richtung Norden nach KELIBIA. Che, der Marinero, nimmt unsere Leinen an, es gibt ein kaltes Bier für ihn und er freut sich sehr über unser Abschiedsgeschenk. Auch er fragt gleich wann wir denn wohl wiederkommen.

Che bekommt zum Abschied eine Baseballcape mit „Namenszug“.
 
Tunesien hat uns sehr gut gefallen. Durch Eva und Wolfgang hatten wir viel Hilfe, wenn es um Reparaturen ging oder alles was sonst so anlag.
 
Wir haben sehr nette tunesische Familien kennen gelernt  und viel Spaß gehabt. Und dadurch auch ein bisschen Einblick in das Leben der Menschen bekommen. Wir haben festgestellt, dass hier viele Europäer im Rentenalter herziehen, weil das Leben in Europa für sie nicht mehr zu bezahlen ist. Außerdem haben wir durch einige Touren mit dem Auto sehr viel gesehen. Wir werden bestimmt bald ´mal wieder hier herkommen.
 
Jetzt aber heißt es auf zu neuen Ufern. Am 26.06. wird in KELIBIA ausklariert und unsere Reise Richtung Osten beginnt.
 
Unsere Route führt uns erst ´mal nach PANTELLERIA. Wir machen im Fischereihafen fest. Prompt treffen wir einen alten Bekannten wieder. Kiwi (wie der Name schon sagt) aus Neuseeland liegt mit seinem Schiff hier an der Pier. Wir lernten ihn in Hammamet kennen, wo er den Winter 2009/10 verbrachte. Weit ist er ja nicht gekommen. Hier kann er kostenlos liegen, er hat einige Probleme mit seinem Schiff und er versucht sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. Außerdem treffen wir Capitano Trutz wieder er lebt seit über 10 Jahren hier und kennt sich gut aus hier.

Capitano Trutz und ein Fischerfreund. Er versorgt uns mit frischem Fisch.
 
Uns geht es doch wieder richtig gut.
 
Wir bleiben ein paar Tage und sehen in einem Coffeeshop einige Spiele der Fussball-WM. Die Italiener sind natürlich immer gegen die deutsche Mannschaft gestimmt, aber das Spiel gegen England bekommt dann am Ende doch ihren Beifall.
 
Dann geht es am 07.07 morgens um 5:00 Uhr weiter nach Sciacca/Sizilien. Vor uns liegen ungefähr 70 sm.
 
Wir fahren in einen wunderschönen Sonnenaufgang, haben leider aber nur sehr wenig Wind und so müssen wir viel motoren. Als wir am Steg festmachen, werden wir gleich herzlich mit: „Hallo Franz, hallo Hannelore!?!? „ begrüßt. Wir staunen etwas, vorher kennt uns der Typ. Aha, Trutz hat uns hier schon angemeldet. Wir bekommen eine große Tüte mit Mirabellen an Bord gereicht. Ist das nicht nett? Bei der Anmeldung im Hafenbüro gibt es erstmal einen Espresso und eine Flasche Wein zur Begrüßung. So etwas haben wir ja noch nie erlebt. Am nächsten Tag versuchen wir dann irgendeine Karte für das Internet zu bekommen. Aber das wird uns bis zur Ausreise aus Italien in keinem Hafen gelingen. Ein Problem ist die Verständigung. Selbst die jungen Leute im Süden Italiens sprechen kaum Englisch.
 
Wir bleiben zwei Tage in Sciacca, schauen uns die Stadt an, essen eine leckere Pizza, dann geht es am 06.07. (Happy Birthday Sonja und Thorsten) weiter nach Licarta (50sm). Dort treffen wir wieder auf Bekannte aus Hammamet. Paola und Mario sind auf dem Weg nach Griechenland. Sie haben nicht soviel Zeit wie wir, denn sie machen jetzt Urlaub und müssen anschließend wieder arbeiten.
 
Über Pozzallo geht es am 09.07. weiter nach Siracusa, wo wir eine große Bucht zum ankern vorfinden. Wir schauen uns die Stadt an und machen einige Einkäufe. Dann geht es am 11.07. weiter nach Catania.
Eigentlich wollen wir auf den Aetna, aber die 38° die wir unten im Hafen haben, halten uns dann doch zurück. In einem Internetcafe können wir dann auch endlich ´mal wieder unsere Mailbox sichten. Wir freuen uns sehr über die Nachrichten von Freunden und Bekannten aus Deutschland.
 
Am 13.07. liegt ein 90sm Törn von Catania noch Rochello Ionica/Kalabrien vor uns. Nachts um 2:00 Uhr heißt es Leinen los. Über uns ist ein wunderschöner Sternenhimmel, aber leider wieder ´mal kein Wind. Das ändert sich aber schlagartig als wir den Ausgang der „Straße von Messina“ queren. Plötzlich gibt es ordentlich Wind und Welle. Nach 4 Stunden ist der Spuk dann aber wieder vorbei und die Dieselsocken müssen wieder ´ran. Achteraus verabschiedet uns der Aetna mit einer kleinen Rauchwolke.
Unterwegs gibt es ein gutes Frühstück.  
 
In Rochella ist vor uns gerade einen Charterflotte eingelaufen und alle sind etwas aufgeregt. Wir werden an eine Betonpier ganz im hinteren Teil des Hafens geschickt. Aber dafür müssen wir hier kein Hafengeld bezahlen. Da die Törns immer ziemlich lang sind, legen wir ´mal wieder einen Ruhetag ein.
 
Dann geht es am 15.07. weiter nach Crotone, wo uns ein urgemütlicher Hafenkapitän in Empfang nimmt. Mit Händen und Füßen und natürlich nur italienisch erklärt er uns, wo wir einkaufen können, was es sonst noch zusehen gibt und irgendwie verstehen wir ihn dann auch und finden alles was wir benötigen. Für eine weitere Übernachtung gehen wir dann in eine Ankerbucht direkt vor dem Hafen, denn hier können wir schwimmen gehen, eine herrliche Erfrischung. Seit Kelibia/Tunesien liegt die Temperatur immer zwischen 34°-39°( am Tag) und 27°-32° (in der Nacht).
 
 Nach Einbruch der Dämmerung ertönt an Land laute Blasmusik und wir können an Land eine Prozession beobachten. Zu Abschluss gibt es dann ein riesiges Feuerwerk, und wir sitzen in der ersten Reihe.
 
Am nächsten Morgen, dem 17.07., heißt es vor Sonnenaufgang wieder Anker auf. Wir fahren wieder in einen herrlichen Sonnenaufgang und erreichen nach 70sm St. Maria de Leuca unseren letzen Hafen (diesmal ist es ein schöner Ankerplatz) in Italien.

Spiegelglattes Meer auf der Überfahrt nach Leuca
 
Leuca macht auf uns einen wohlhabenden Eindruck. Alles ist hübsch angelegt und gepflegt.
 
Zur Überfahrt nach Korfu/GR. (90sm), am 18.07., starten wir wieder im Dunkeln. Im Hafenhandbuch wird empfohlen, nicht bei Dunkelheit die enge Durchfahrt zwischen Korfu und Albanien zu befahren. Wir schaffen es dann auch bis zum Abend den Hafen von Gouvia, an der Ostküste Korfus(etwa 7 km nördlich von Korfustadt), zu erreichen. An der Nordküste Korfu´s werden wir von einer Walmutter und ihrem Baby begrüßt. Unterwegs beobachten wir die gewaltigen Wolkenberg, die sich über den albanischen Bergen immer mehr auftürmen. Und so werden wir auf Korfu mit Donner und Blitz begrüßt.
 

Gewitterwolken über Korfu  
 
Gouvia ist eine riesige Marina und gleichzeitig Einklarierungshafen. Ja, in Griechenland muss man, obwohl zu EU gehörend, immer noch einklarieren. Wir geraten an einen sehr netten, sympathischen Beamten, und alles geht sehr schnell über die Bühne. Es werden etliche Papiere ausgefüllt, die am Ende der Prozedur in einem Pappkarton landen, und wir fragen uns, ob alles irgendwann im Reißwolf landet. Aber die 50,00 € Gebühr     ärgern uns doch ein wenig, denn das gibt es in keinem anderen EU-Land.
 
Wir fahren mit dem Bus in die Stadt. Korfu-Stadt ist wirklich sehr schön, mit seinen teilweise engen Gassen und den alten Häusern.
In Korfustadt
 
Auf dem Rückweg machen wir dann noch ein paar Einkäufe. Es gibt hier einen LIDL, und dort bekommen wir sogar meine heiß geliebte Leberwurst und Schwarzbrot aus Deutschland.
 
Wir versuchen wieder unser Glück über Stick und Sim-Card Internet für unser Notebook zu bekommen. Die Mädel´s in dem Vodafone-Shop sind zwar alle sehr bildhübsch, haben aber leider keine Ahnung. Also müssen wir ´mal wieder ein Internetcafe suchen, um unsere Mailbox einzusehen.
 
 
An der schönen Ostküste Korfus entlang, geht es am 21.07. weiter. Hatten wir in Sizilien und Kalabrien noch das Gefühl, dass nicht viele Segler unterwegs sind, so ist es hier ganz anders. Man merkt, dass jetzt die Haupturlaubszeit ist und viele Schiffe unterwegs sind. Trotzdem findet man immer wieder schöne Buchten zum Ankern und Übernachten. In einer kleinen Bucht ganz am Ende der Insel fällt der Anker für diese Nacht. Die Bucht ist zwar sehr offen, aber mit Wind ist nicht zu rechnen.
 
An Land gibt es ein kleines Dorf mit einigen Tavernen und wir gönnen uns ein schönes, kaltes Bier. Ein alter Mann vom Nebentisch spricht uns an und erklärt uns, dass er 20 Jahre in Deutschland gearbeitet hätte, in Hamburg-Bergedorf und in München. Aber er hat die deutsche Sprache schon fast wieder vergessen.
 
Am nächsten Morgen zieht es uns weiter nach Mongonisi/Paxos. Im Hafenhandbuch wird eine kleine geschützte Bucht beschrieben. Es gibt eine Pier an der eine Charterflotte mit ungefähr 20 Schiffen festgemacht hat. Auf der anderen Seite liegen einige Schiffe vor Buganker mit Landleinen achteraus, und in der Mitte liegen einige Schiffe vor Anker. Das machen wir auch. Der Anker hält erst nach dem dritten Versuch. Der Grund besteht aus Sand mit Seegras bewachsen, und das mag unser Anker wohl nicht so gerne. Aber nach dem dritten Anlauf klappt es ja doch. Am späten Nachmittag fängt es dann urplötzlich mit über 40 Knoten anzublasen. Aber wir sind wachsam, merken gleich das der Anker nicht hält, und schnell heißt es Anker auf. Der Wind steht genau in die Bucht und wir sehen, dass auch andere Schiffe Probleme haben. Der ganze Spuk dauert ungefähr 10 Minuten, dann legt sich der Wind wieder. Nach einem neuen Ankermanöver hält der Anker jetzt besser. Franz geht ins Schlauchboot und hilft bei zwei anderen Schiffen, die sich in der Aufregung die Landleinen in die Propeller gefahren haben. Nach mehreren Tauchgängen sind die Propeller wieder frei, die Schiffe wieder festgemacht und es kehrt wieder Ruhe ein.
 
Unser nächstes Ziel ist am 23.07. der Hafen von Preveza auf dem Festland. In der Marina, die schon etwas ältlich ist nimmt uns Spiros der Hafenkapitän in Empfang. Er spricht perfekt englisch, wie sehr viele Griechen.
 
Spiros bestellt für uns den Tankwagen

Für eine zweite Nacht gehen wir dann an die Stadtpier und so sind wir mitten im Geschehen. Die Stadt ist sehr schön mit hübschen Gassen und vielen Bäumen.
 
Auf unserem Kurs liegt am 25.07. (Skippers Geburtstag) als nächstes der Kanal von Levkas. Wir haben leider nur 3 Knoten Wind aber dafür bis zu 2 m hohe Wellen die uns ganz schön durchschütteln. Aber bis zum Kanal sind es nur etwa 7 sm und dann wird es ruhiger. Vor dem Kanal gibt es eine sehr interessante Drehbrücke die Levkas mit dem Festland verbindet. Wir warten etwa 10 Minuten, dann wird diese Brücke geöffnet.
 

Die Drehbrücke über den Levkaskanal.
 
 
Wir und einige andere Schiffe können in den Kanal einfahren. An der Inselhauptstadt und der großen Marina vorbei zieht es uns aber etwas weiter in den Süden der Insel in die große Ankerbucht von Vlychon. Heute hat der Skipper Geburtstag und er freut sich über viele Glückwünsche die per SMS oder Anruf von der Familie, von alten wie auch neuen Freunden eingehen. Am Abend fahren wir mit dem Dingi an Land und gehen in eine Taverne. Wir gönnen uns ein schönes Geburtstagsmenü.

Ein zünftiges Geburtstagsbier.  
 
Den nächsten Tag bleiben wir noch. Am Abend dann eine große Überraschung. Ein Schlauchboot kommt auf uns zu gefahren und wir hören lautes Rufen: “He, OLE PINELLE wo kommt ihr denn her?“ Unsere Schweizer Freunde Liz und Guido gehen längseits und kommen an Bord. Sie waren im vergangenen Winter auch in Hammamet und sind schon Ende April von dort losgesegelt. Sie bewundern die schöne OLE PINELLE ausgiebig. Wir trinken einen Pastis auf unser Wiedersehen Dann geht es in die Taverne zu einem leckeren Essen und alle haben wir sehr viel zu erzählen. Gegen Mitternacht geht es zurück an Bord.
 

Mit Liz + Guido in der Taverne  
 
Am nächsten Tag, dem 27.07., geht es wieder Anker auf. Wir machen noch eine kleine Runde um die LUPA von Liz und Guido und verabschieden uns mit den besten Wünschen. Auf Empfehlung der LUPA-Crew geht es nur 8sm weiter in eine wunderschöne Bucht auf der Nachbarinsel Meganesion. Die ionischen Inseln mit ihren vielen Buchten sind wirklich wunderschön. Die Temperaturen im ionischen mehr, sind mit 30°-34° (am Tag) und 26°-30° (bei Nacht) sehr angenehm, und in den Buchten kann man sich immer wieder mit einem kühlen Bad erfrischen.
 
Über Petala einer geschützten Bucht auf dem griechischen Festland geht es, am 29.07. weiter nach Patras. Hier wird Proviant gebunkert und wir machen einen kleinen Rundgang durch die Stadt. Der Yachthafen liegt direkt neben dem Fährhafen. Es ist hier sehr laut und staubig, weil auch die Zufahrt zum Fährhafen am Yachthafen vorbei führt. Eigentlich wollten wir einen Tag länger bleiben.
 
Aber am nächsten Morgen machen wir uns gleich auf die Weiterreise. Unter der fast 2800m langen RION-ANTIRION-BRÜCKE durch, geht es etwa 20sm ostwärts auf die kleine Insel TRIZONIA.
 

Die Rion-Antirion-Brücke
 
 
Wir finden einen halb fertigen Hafen vor, in dem man aber kostenlos liegen kann. Der kleine Ort mit den Tavernen, einer Kirche, einem Mini-Market und einem kleinen Hotel ist wunderschön.
 
 
Auf Trizonia
 

 
 
Tja, und hier gibt es vor einigen Tavernen Wlan, und dass nutze ich jetzt um ´mal wieder eine Bericht über unsere Reise von Tunesien hierher zu schicken.
 
Ihr seht, wir lassen es uns weiterhin sehr gut gehen und melden uns irgendwann wieder einmal.
 
Bis dahin
      liche Grüße
von Franz und Hannelore
von der OLE PINELLE
Trizonia/ Griechenland 01.08.2010
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