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   Die Ballade von OLE PINELLE

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09.06.-04.08.07 Elbe-Saone    

Hallo Ihr Lieben,
 
am 9. Juni konnten wir unsere Reise endlich beginnen.
 
 
Abschied am Steg
 
 
 

 

 
 
Von Beidenfleth ging es über Cuxhaven und Wilhelmshaven in den Ems-Jade-Kanal.
 
 
 

Marlene und Bert kommen zum Abschied nach Cuxhaven
 
 

Einfahrt in den Ems-Jade-Kanal
 
 
Auf dem Ems-Jade-Kanal
 
 
Kurz vor Aurich dann das Maleur: Ein Schubverband kam uns entgegen und wir mussten etwas an die Seite fahren um auszuweichen. Plötzlich ging der Motor aus und es ging nichts mehr... Nach mehreren Tauchgängen im moorigen kalten Wasser hatte Franz dann eine Plastikgewebematte, die sich wohl aus der Uferbefestigung gelöst hatte, aus dem Propeller entfernt.
 
 
 

Der „Propellerkiller“
 
 
 
Bei der nächsten Schleuse lieferten wir den „Propellerkiller ab und über Aurich nach Emden weiterfahren .Hier wurde der erste Wäschetag eingelegt und wir konnten die Stadt erkunden. Durch die Seeschleuse ging es ´raus auf die Ems und nach Delfzyl in die holländischen Kanäle.
 
 

In Sneek
 
 

In Lemmer
 
Das Wetter war mäßig bis bescheiden aber trotzdem machte es sehr viel Spaß. Wir schipperten durch die Kanäle mit etlichen  Schleusen nach Lemmer ,dann über das Ijsselmeer in die Ijssel zur Waal (Niederrhein).
 
 

Auf der Waal (Niederrhein)
 
 Unterwegs besuchten wir einige schöne Städtchen mit herrlichen alten Häusern und gemütlichen kleinen Häfen oder wir ankerten auch mal in einem kleinen See neben der Ijssel. Auf der Waal ankommen mussten wir das nächste Problem meistern. Urplötzlich streikte die Maschine und das bei viel Strömung und zahlreichen kleinen und größeren Frachtern, die unterwegs waren. Mit letzter Fahrt konnten wir unsere „OLE PINELLE“ zwischen 2 Buhnen manövrieren und ankern. Bei der Überprüfung der Maschine stellte Franz fest, dass ein Dieselfilter verschmutzt war. Er wurde ausgetauscht und die Fahrt konnte weiter gehen. Bei Nejmegen ging es durch eine Schleuse in den Maas-Waal-Kanal
 

Hier kann man sich wirklich nicht verirren.
 
 
Endlich wurde die Strömung gegenan wieder geringer Auf der Maas, die wir durch eine weitere Schleuse erreichten, trafen wir sogar einen kleinen Segler unter Segeln. Sonst waren aber fast ausschließlich Motorboote unterwegs. Auch an der Maas trafen wir wieder auf wunderschöne kleine Städte mit gemütlichen Häfen die wir dann mit dem Fahrrad erkunden konnten, denn Holland ist ja ein Paradies für Radfahrer. Bei Maastricht mussten wir dann zwei etwa 13m hohe Schleusen aufwärts passieren, was sich als ziemlich schwierig für uns erwies, weil das Wasser sehr schnell eingelassen wurde.
 
 

Schleusenarbeit
 
 
Es war wie eine Wildwasserfahrt und man konnte die Festmacherleinen kaum halten.
 
 

In Maastricht
 
Hinter Maastricht kam dann die erste Schleuse Belgiens.
 
 
 
Flaggenwechsel

 
Dort mussten wir uns bei der Einreise ins Land anmelden und wir bekamen ein Formular, das wir an jeder Schleuse stempeln lassen mussten. Warum, wissen wir bis heute nicht, denn dieser Zettel musste bei der Ausreise nicht wieder abgeben werden und wir haben ihn ordentlich im Logbuch abgelegt. In Belgien sahen wir am Rande der Maas einige hässliche, teilweise stillgelegte Industrieanlagen.
 
 
 

In Lüttich
 
 
 
 
In Namur
 
 

 
 
Aber ab Namur, wo wir eine riesige Festungsanlage besichtigten, wurde die Landschaft immer schöner und wir fuhren durch eine wunderschöne Natur mit herrlichen Wäldern und schroffen Felswänden. Nun wurde „OLE PINELLE“ zur richtigen „Bergziege“, denn Schleuse um Schleuse (zwischen 1,20-4,50 Hub) ging es in die Ardennen.
 
 
 

In den Ardennen
 
Vor Dinant hatten wir dann ein Problem vor einer Schleuse. An einer Betonpier hatten wir festgemacht um auf die Einfahrt zu warten, weil einige Schiffe abwärts geschleust wurden. Vor uns hatte noch ein Motorboot aus Holland festgemacht. Als die Schleuse dann geöffnet wurde, kamen uns zwei kleine Frachter entgegen, wobei der hintere den vorderen in einem Mordstempo in der Schleuseneinfahrt überholte. Wir wurden ordentlich durchgeschüttelt und gegen die Pier gedrückt, wobei die „OLE PINELLE“ sich einige Lackkratzer und ich mir etliche blaue Flecken einhandelte.
 
 
 

 
Flaggenwechsel
 

 
Bei der Einreise nach Frankreich mussten wir dann die Kanalgebühr entrichten und wir bekamen einen kleinen Sender ausgehändigt. Nun kamen automatische Schleusen, was sehr bequem funktioniert. Ca. 500m vor der Schleuse gibt es einen Empfänger, den kann man mit diesem Sender auslösen. Die Schleuse öffnet sich automatisch und wenn man das Schiff festgemacht hat, muß  man nur mit einem Hebel den Schleusenvorgang einleiten. Die Tore schließen sich wie von Zauberhand, die Schleuse wird geflutet und man kann nach automatischer Öffnung der Tore weiterfahren. Bei sehr hohen Schleusen muss man allerdings eine rutschige Leiter hinauf klettern, um die Leinen fest zu machen.
 
 
In Givet (Frankreich) bekamen wir dann Gäste.
 
 

Werner und Renate
 
 
Unsere Freunde Werner und Renate fuhren mit bis nach Sedan. Und mit ihnen zusammen gab es gleich wieder etwas neues, wir fuhren durch den ersten Tunnel (ca. 600m lang).Der Tunnel war sehr eng und felsig und es war sehr schwierig da hindurch zu steuern, zumal im Tunnel keine Beleuchtung vorhanden war.
 
 
 
Durch den ersten von insgesamt 4 Tunnel auf unserer Reise.
 
 
 
Wieder einmal schleusen
 
 
Natur pur links und rechts des Kanals.
 
Das Wetter wurde immer besser und wir hatten eine schöne gemeinsame Zeit.
 
Auf dem Markt von Charlesville
 
Tankstopp in Pont a Bar
 
Unsere beiden Smutjes
 
In Sedan blieben wir wieder einen Tag länger und besuchten Europa´s größte Zitadelle (mit 35000m² Fläche ein sehr beeindruckendes Bauwerk).
 
 

Die Festung von Sedan
 
 
Leider müssen Werner und Renatewieder mach Hause  In Verdun erlebten wir dann unter anderem wie ausgelassen und fröhlich die Franzosen ihren Nationalfeiertag (14. Juli ) feiern. Die ganze Stadt war auf den Beinen, die Restaurant`s und Bistro`s waren überfüllt und überall wurde lecker geschlemmt. Am Abend wurde dann ein riesiges Feuerwerk mit musikalischer Untermahlung abgebrannt. Am nächsten Morgen fuhren wir weiter über St. Mihel und Commerci in Richtung Süden.
 
 

Eine handbetriebene Schleuse bei Verdun.
 
 
In Commerci trafen wir direkt am Anleger auf einen ALDI-Markt und konnten mit dem Einkaufswagen unsere neu erworbenen Vorräte direkt an Bord fahren. Am nächsten Tag kamen dann erst ´mal die letzten 5 Aufwärts Schleusen, dann ein ca. 600m langer Tunnel (diesmal sogar mit Beleuchtung), dann ging es ca. 14 Schleusen abwärts (ist ganz easy) und wir waren in Toul.
 
 
 
Durch diesen kleinen Tunnel müssen wir hindurch
 
 
In Toul
 
 
Wir blieben einen Tag länger und fuhren mit dem Bus nach Nancy. Wir besuchten die wunderschöne Altstadt und bummelten den ganzen Tag.
 
 
 
 
In Nancy
 
 
 
 
Am Abend ging’s dann per Bus wieder zurück nach Toul.  Über den Canal de Voges (die kanalisierte Mosel) fuhren wir ein kleines Stück durch Industriegebiete, aber dann konnten wir wieder die wunderschöne Natur genießen und abends wurden einfach 2 Eisenstangen am Ufer in die Erde geschlagen. Wir machen daran unser Schiff fest und können so in der „Wildnis“ übernachten.
 
 
Natur pur
 
 
Durch eine immer urigere Natur fuhren wir gemütlich über Mangonville nach Charmes. Hier wurden wir am nächsten Morgen mit Dauerregen geweckt, aber am Nachmittag klarte es dann auf und wir konnten den Ort erkunden (diesmal ist der Supermarkt von LIDL). Einen Waschsalon gab es auch, das wurde natürlich gleich ausgenutzt. Wir blieben einen Tag länger und unsere Wäsche lag wieder sauber im Schapp.
 
 

Ein Aquädukt kurz vor Epinal

 
 

Ob das wohl passt???
 
 
Diese Schleusenwände sind etwas „begrünt“
 
 
 
Über Thaon des Vosges schipperten wir nach Epinal, wo wir 3 Tage liegen blieben. Nach uns kam eine Reinke 13M, die „PIANO“, in den Hafen, und unter Reinke Seglern ist es wohl so üblich, schnell lernten wir die Eigner Manfred und Monica aus Palma de Mallorca kennen und wir verbrachten einen gemütlichen Abend zusammen, bei dem Erfahrungen über die Kanalfahrt ausgetauscht werden. Außerdem gaben sie uns Tips über Winterliegeplätze in Südfrankreich. Ab Epinal hatten wir die letzten 14 Schleusen aufwärts, dann lagen ca. 160 Schleusen aufwärts hinter uns und wir waren ca. 360 m über dem Meeresspiegel auf der Wasserscheide. Wir suchten uns für die Nacht einen Liegeplatz kurz vor der ersten Abwärtsschleuse und dann fing es an wolkenbruchartig zu regnen. In der Nacht gab es ein kräftiges Gewitter, aber am nächsten Tag hatten wir dann herrliches Sommerwetter. Ab nun geht es nur noch bergab und das geht ganz easy. Wir übernachteten einige Male in der „Wildnis“, das heißt wir machen unser Schiff einfach irgendwo am Ufer fest.
 
 

Grillplatz direkt am Schiff

 
 
 
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Eines von weinigen Berufsschiffen. die wir trafen
 
Vor der Schleuse 24, wo wir einen Liegeplatz fanden (wieder ohne irgendeinen Ort in nächster Nähe) machten nach uns noch Thea und Mike aus Holland fest. Sie kommen vom Mittelmeer und hatten natürlich wieder reichlich Tips für uns, dafür schrumpfte aber unser Whisky Vorat auch ordentlich. In Fontenoy le Chateau machten wir über Nacht fest um am nächsten Tag zu tanken. Der Ort ist alt und sehr gemütlich. Wir machten einen Spaziergang und an einer Schleuse trafen wir ein Binnenmotorschiff. Der Eigner war sehr gesprächig und erzählte uns, das er quasi auf seinem Schiff aufgewachsen ist, aber die französischen Kanäle werden für den kommerziellen Verkehr immer unwirtschaftlicher, weil sie nicht genügend gewartet werden (der Tiefgang wird geringer, die Uferbefestigungen schlechter usw.).Dann kam die letzte Etappe bis nach Corre zur Saone.
 
 
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Wie in einem Burggraben
 
 

Mein Skipper   bei der Arbeit.
 
 
Es war wieder einmal wildromatisch und unheimlich schön.Wir haben auf dieser Reise schon sehr viele nette Bekanntschaften gemacht und es macht uns riesigen Spaß auch wenn das Wetter nicht immer mitgespielt hat.
 
Franz sagt immer: “Je weiter wir nach Süden kommen desto wärmer wird der Regen.“
Recht hat er.
 
  liche Grüße und bis bald.
Die OLE PINELLE´s
Franz + Hannelore.
04.08.2007
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