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   Die Ballade von OLE PINELLE

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04.08.-23.09.07 Saone-Gruissan    

Hallo Ihr Lieben,
 
endlich gibt es wieder eine Gelegenheit einen kleinen Reisebericht ins Internet zu bringen.
 
Die erste Etappe ging bis Corre und von dort geht die Reise weiter über die teilweise kanalisierte Saone. Wir treffen unterwegs auf gemütliche kleine Häfen oder einfache Anleger und müssen noch zwei ca. 650m lange Tunnel passieren. Immer wieder lernen wir interessante Menschen kennen.
In Serveux sind es Walter(72) und Karin (60), ihres Zeichens Weltumsegler, auf der Heimreise. Sie sind fast 30 Jahre unterwegs und haben sehr viel zu erzählen.
In Gray bleiben wir über das ganze Wochenende und Thorsten kommt aus der Schweiz um uns zu besuchen. Das Wetter ist zwar nicht so schön aber wir haben eine tolle Zeit mit ihm und es gibt viel zu erzählen.
Dann geht es weiter der Sonne entgegen. Die Saone wird immer breiter und die Strömung die der Regen im Norden gebracht hat nimmt uns zügig mit.
In St. Jean de Losne machen wir an der Pier fest und bei einem Schiffsausrüster erstehen wir ca. 50cm lange Erdnägel. Mit denen können wir jetzt wunderbar auch irgendwo am Ufer bei entsprechender Wassertiefe in der „Wildnis“ anlegen.
Die Kanalschipperei ist jetzt langsam vorbei und die Schleusen werden immer weniger.
In Chalon sur Saone machen wir im Yachthafen neben einem Charterschiff fest. Die Chartergäste kommen aus Island. Es ist wirklich beeindruckend wieviele verschiedene Nationalitäten wir unterwegs treffen. Es sind Flaggen aus USA, Russland, Neuseeland, Australien, Israel, Norwegen, Schweden, Südafrika, Griechenland, Spanien, Portugal, Schweiz, Polen, Estland, Finnland usw zusehen.
Charlon ist eine alte Stadt mit sehr schönen alten Fachwerkhäusern. Auf unseren Klapprädern wird die Stadt erkundet. Am Abend geht es wieder an Bord zurück, der Himmel verdunkelt sich und dann zieht ein kräftiges Gewitter mit viel Regen über uns hinweg. Aber am nächsten Morgen fahren wir bei strahlendem Sonnenschein weiter.
Wir treffen jetzt immer mehr Charterschiffe und in den Schleusen sind wir nicht mehr alleine, manchmal wird es ganz schön eng. In einer Schleuse geht ein kleineres Charterboot bei uns längsseits. Die Leute kommen aus Hamburg, sind nur eine Woche unterwegs aber total begeistert von der Natur und wollen auf jeden Fall weitere Flußreisen machen. Wenn die wüssten das es weiter nördlich noch viel schöner ist!!
Der Hafen von Macon liegt etwas außerhalb und wir sind wieder einmal froh dass wir unsere Klappräder dabei haben. Wir sehen uns die Stadt an und dann wird unser Proviant durch einen großen Einkauf wieder aufgefüllt.
Unser nächstes Ziel ist Lyon wo wir uns ein paar Tage länger aufhalten um uns die Stadt mit vielen schönen alten Häusern, Kirchen, Brunnen usw anzusehen. Die Saone mündet in Lyon in die Rhone und auf der geht es dann über Valence wo wir in einem Yachthafen übernachten nach Viviers.
Hier machen wir wieder eine schöne Fahrradtour um die Stadt mit ihrer Festung und den sehr alten Häusern anzusehen. Abends machen dann 2 Flußkreuzfahrtschiffe an der Pier fest. Die Schiffe sind wirklich nicht besonders schön anzusehen aber so gebaut dass sie gerade in die Schleusen passen. Naja wer es mag.
Bei strahlendem Sonnenschein geht es dann weiter nach Avignon. Auf dem Weg dorthin passieren wir dann die mit 23m Hub höchste Schleuse. Das ist natürlich sehr beeindruckend. In Avignon bleiben wir wieder ein paar Tage und besichtigen u. a. den großen Papstpalast und die berühmte Brücke von Avignon. Die Altstadt ist sehr lebendig und es gibt unzählige Restaurant und kleine Bar´s hier, aber es ist sehr gemütlich.
Von Avignon wollen wir nach Arles. Leider scheitert das einfach daran das der viel zu kleine Steg voll belegt ist und so fahren wir weiter.
Auch an Tarascon der Partnerstadt von Elmshorn können wir leider nur vorbeifahren, denn hier gibt es gar keine Möglichkeit festzumachen.
So fahren wir weiter bis zur letzten Schleuse auf der Rhone die dann ins Mittelmeer führt. Wir machen im Hafen von Port Napoleon fest. Hier wartet der Mast von „Ole Pinelle“ den wir per Spedition nach Südfrankreich geschickt haben. Am nächsten Morgen wird mit dem Hafenkapitän ein Termin zum Mastsetzen vereinbart. Alles klappt hervorragend und am nächsten Tag ist die Ole Pinelle wieder ein Segelschiff. Und dann geht es hinaus auf das Mittelmeer. Die Sonne lacht von einem wolkenlosen Himmel und bei leichtem Wind fahren wir los Richtung Osten. An Marseille mit dem berühmten Chateau d´ If vorbei und am Abend ankern wir in einer wunderschönen Bucht. Gegen Morgen frischt der Wind dann ordentlich auf und beim kontrollieren des Ankers verletzt Franz sich schlimm an der rechten Hand. Die Wunde blutet stark deshalb gehen wir nach einer ersten Wundversorgung noch im dunkeln Ankerauf um so schnell wie möglich einen Hafen zu erreichen. Mit Sonnenaufgang machen wir in La Ciotat fest. Franz wird von einer hilfsbereiten Angestellten des Hafenbüros ins Krankenhaus gefahren wo die Hand mit 18!!! Stichen genäht wird. Gegen Mittag kommt er an Bord zurück und mit Hilfe eines Angestellten des Hafenbüros machen wir unser Schiff an der Gästepier an einer Mooring fest. Da Franz jetzt „arbeitsunfähig“ ist und weil er noch einige Male zur Nachsorge in die Klinik muss bleiben wir in La Ciotat und warten hier auf Sonja und Ronald die einige Tage Urlaub bei uns machen wollen. Wir haben viel Zeit den Ort zu erkunden und einige Einkäufe zu machen.
Mit Sonja und Ronald machen wir dann schöne Landausflüge per Auto. Wir fahren in die Carmarque wo wir mit viel Wind empfangen werden. Und dann kommen wir auch noch nach Arles, das wir bei unserer Fahrt die Rhone abwärts wegen Überfüllung am Anleger nicht besuchen konnten.
Eine andere Tour mit dem Auto führt uns in die Berge wo wir den Grand Canyon du Verdon besuchen. Am Canyon schlängelt sich die Strasse in Sepentinen bis auf über 1000m und es gibt viele schöne Aussichtspunkte in die Schlucht.
Nach einem vorletzten Klinikbesuch von Franz zur Nachsorge heißt es dann aber endlich „Leinen los“ und die Fahrt geht bei leichtem Wind und sonnigem Wetter weiter Richtung Osten.
In Cavalaire sur Mer machen wir im Yachthafen fest. Während es in La Ciotat durch Wind und Wellen im Hafen sehr unruhig war genießen wir hier jetzt einen schönen, ruhigen Liegeplatz.
Aber am nächsten Morgen geht es wieder ´raus „auf See“ An Cannes, Frejus, Nizza usw. vorbei nach Villefranche sur Mer. Da der Yachthafen überfüllt ist ankern wir mit vielen anderen Seglern, Motorbooten und zwei Kreuzfahrern auf der Reede vor dem Hafen. Weil wir auch am nächsten Tag keinen Liegeplatz bekommen telefoniert Sonja mit dem Hafenkapitän in Menton(15sm entfernt an Monaco vorbei direkt an der italienischen Grenze) Und hurra es gibt Platz für uns und das sogar für den Winter. Also Anker auf und los. Bei der Ankunft stellt sich dann heraus, alles ein Irrtum wir können 2 Tage bleiben und dann ist der Platz wieder vergeben. Der Hafenkapitän ist sehr unfreundlich und obwohl er perfekt englisch spricht besteht er darauf dass die Gespräche französisch geführt werden.
Wieder wird telefoniert und in St. Jean Cap Ferrat können wir einen Liegeplatz für längere Zeit bekommen. Also Leinen los und wieder zurück nach St Jean Cap Ferrat (ca. 10sm wieder an Monaco vorbei). Wir sind jetzt doch etwas frustriert. In Cap Ferrat bekommen wir aber endlich einen Liegeplatz. Auch hier ist das Personal im Hafenbüro unfreundlich und überheblich. Aber wir haben endlich einen Liegeplatz, vielleicht sogar für den Winter.
Franz und Sonja fahren mit der Bahn nach La Ciotat weil Franz zur letzten Behandlung in die Klinik muss und sie das Auto von Sonja und Ronald abholen wollen. Von Cap Ferrat aus wollen wir Monaco besuchen. Dafür gehen wir einen wunderschönen Strandweg endlang nach Beaulieu um mit der Küstenbahn nach Monaco zu fahren. Es ist der 11.September, leider fallen alle Züge aus wegen Bombenalarm in Monaco und auch in Nizza. Wir gehen wieder zurück an Bord und am nächsten Tag machen wir einen neuen Versuch und wir kommen mit der Bahn (15 Min Fahrzeit)im unterirdischen prunkvollen Bahnhof von Monaco an. Dann wird Monaco erwandert, die ganze Stadt ist sehr gepflegt und bei unserem Rundgang kommen wir natürlich auch am weltberühmten Casino von Monte Carlo und wunderschönen Hotelanlagen vorbei. Im Yachthafen angekommen überqueren wir mit einer Fähre an riesigen, luxuriösen Yachten vorbei das Hafenbecken. An der anderen Seite liegen wunderschöne alte Schiffe. Es ist gerade Monaco Classic Week.. Außer der alten Schiffe im Wasser sehen wir an Land alte Luxusautos und alte Rennboote. Am Abend geht es dann wieder zurück nach Cap Ferrat auf unsere schöne Ole Pinelle.
Dann geht der Urlaub von Sonja und Ronald leider zu Ende und sie wollen über die Schweiz bei Thorsten, Antje und Lasse vorbei wieder nach Hause. Da wir jetzt einen Liegeplatz für eine Woche haben und das Wochenende ansteht meint Ronald wir könnten doch mit in die Schweiz kommen und Sonntagabend mit der Bahn zurückfahren. Bei einem Telefongespräch mit Antje klären wir ab ob wir kommen können. Es werden ganz schnell zwei kleine Rücksäcke gepackt und über Genua, und Mailand fahren wir mit Sonja und Ronald in die Schweiz wo wir ein wunderschönes Wochenende bei unseren Kindern und unserem Enkelkind verbringen. Am Sonntag bringen Sie uns nach Mulhouse und mit der Bahn geht es über Nacht nach Cap Ferrat zurück.
Und dann wird stundenlang telefoniert um irgendwo einen Überwinterungsplatz zu bekommen. Wir telefonieren mit allen Häfen zwischen der italienischen Grenze und Marseille. In jedem Hafen kann man uns den Preis für einen Platz sagen, nur sind alle Häfen voll belegt. Unsere letzte Möglichkeit ist ein Anruf bei Trans-Ocean. Wir sind in diesem Verein seit einigen Jahren Mitglied. Es gibt einen Stützpunkt in Gruissan bei Narbonne am Golf de Lyon. Der Stützpunktleiter Jochen Leonardt verspricht uns im Yachthafen nachzufragen und nach 3 Stunden ruft er uns an. Hurra wir haben einen Überwinterungsplatz aber dafür müssen wir jetzt von Cap Ferrat(15sm vor der italienschen Grenze nach Gruissan (ca.100km vor der spanischen Grenze). Jochen erzählt uns noch, dass der Wind im Moment mit Stärke 9 über den Golf de Lyon bläst, mit abklingender Tendenz. Bei uns ist hingegen leichter Wind und nach einem günstigen Wetterbericht heißt es bei Sonnenaufgang „Leinen los“.
Ab geht es Richtung Westen. Bei Sonnenuntergang ankern wir mit etlichen anderen Sportbooten bei der Ile der Poquerolle.
Nach einer windstillen Nacht geht es bei Sonnenaufgang weiter bis in den Golf de Fos. Kurz vor Port Napoleon wo unser Mast gestellt wurde und unsere Mittelmeerreise begann, fällt am Abend wieder der Anker zum übernachten.
Ein letztes Mal heißt es früh aufstehen und diesmal fahren wir bis Sete. Das gute Wetter hält durch so fahren wir am 4 Tag die letzten ca. 40 Seemeilen bis Gruissan. Beim Hafenbüro hilft uns ein netter Herr beim festmachen und im Hafenbüro hilft uns sein Sohn bei der Anmeldung. Ich habe das Gefühl ich bin in einem anderen Land. Nach aller Arroganz und Überheblichkeit an der Cote d´Azur und der Riviera treffen wir nur auf freundliche, hilfsbereite Menschen, die auch versuchen sich mit uns auf englisch oder deutsch zu unterhalten, wenn Franz´ französisch nicht ausreicht.
Die Riviera und die Cote d´ Azur sind Landschaftlich wunderschön aber durch den Reichtum sind die Menschen einfach nur verdorben.
Im Westen Frankreichs, wie hier in Gruissan, sind die Menschen nicht so begütert aber freundlich und zuvorkommend, dafür ist die Landschaft nicht ganz so schön. Aber wir fühlen uns hier einfach sauwohl. Montags, mittwochs und samstags ist im Ort Markt und wir können uns mit frischem Obst, Gemüse, Käse und Fleisch versorgen. Außerdem gibt es 2 Supermärkte.
Als wir das erste Mal von Markt zurück zum Schiff kommen, treffen wir am Steg ein deutsches Paar(Ruth + Dieter aus NRW). Sie machen Urlaub in einem Bungalow und wollen nur ´mal Schiffe angucken. Wir laden die beiden auf einen Cappuccino an Bord ein und haben einen schönen Nachmittag. Irgendwann stellt sich heraus, dass Ruth Friseurin gelernt hat. Sie hat bei einer „Besichtigung“ der OLE PINELLE eine Haarschneideschere im Waschraum gesehen und schon wird unsere Plicht ein Friseursalon. Meine viel zu langen Haare werden auf eine gute Länge gestutzt und anschließend kommt Franz dran. Bei der Verabschiedung versprechen sie uns, uns wieder zu besuchen und wir haben einige schöne Tage mit den beiden. Dann geht ihr Urlaub zu Ende und sie müssen wieder nach Hause.
Mit Godehard aus Köln, dessen Schiff hier im Hafen liegt, fahren wir mit seinem Auto nach Narbonne und wir gehen in die große Markthalle und machen einen kleinen Stadtbummel. Am Nachmittag geht es wieder an Bord. Wir verbringen noch einige schöne Tage in Gruissan und dann müssen wir für kurze Zeit per Bus, Bahn und Flugzeug nach Hause, wo wir Familie, Freunde und Nachbarn sehen werden
Auf den Winter in Südfrankreich freuen wir uns auch sehr, denn das Leben an Bord macht uns beiden viel Spaß. Im nächsten Frühling soll unsere Reise weitergehen und ich hoffe, dass wir bis dahin einen besseren Internetzugang haben, um weiter zu berichten.
Bis dahin
Viele Grüße
Franz und Hannelore von der OLE PINELLE
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