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   Die Ballade von OLE PINELLE

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01.09.-30.09.09 Hammamet-Schweiz-Hammamet    

Auch der September beginnt mit kuscheligem Wetter.   
 
Am 3. September kommen Wolfgang und Eva aus Deutschland zurück. Die ersten 2 Tage sind für sie ganz schön hart, weil es sehr warm und feucht ist, doch dann merkt man dass das Wetter langsam herbstlicher wird. Am Tag klettert das Thermometer „nur“ noch auf höchstens 30° und in der Nacht bis 26°.
 
In einem Bierlokal lernen wir Birgit und Steffen aus Dresden kennen. Sie machen 2 Wochen Urlaub im „Bahia Beach“. Wir verabreden uns für den nächsten Tag auf der OLE PINELLE zum Cappuchino und dann machen wir zusammen eine Tour mit dem Leihwagen um das Cap Bon.
 
Wir haben das alles ja schon im Frühjahr bereist, als die Felder schön grün waren. Jetzt ist dagegen fast alles abgeerntet und teilweise sehr trocken.
 
Cap Bon
 
Unterwegs gehen wir in einem Hotel Kaffee trinken.

 
 
Da Ramadan ist, sind ja alle Straßencafes geschlossen. Wir staunen nicht schlecht, denn im Cafe sitzen auch viele Einheimische zum Kaffee trinken, obwohl das im Ramadan ja eigentlich nicht erlaubt ist.
 
In Menzel Temime einer kleinen Stadt vor Keliba besuchen wir zusammen einen großen Markt.
Auf dem Markt
 
 
Für Birgit und Steffen ist so ein Markt doch ganz schön gewöhnungsbedürftig, denn die Ordnung die man aus Deutschland kennt gibt es hier nun ´mal nicht. Die Preise für Lebensmittel haben jetzt im Ramadan ganz schön angezogen. Die Tunesier sparen das ganze Jahr über für den Fastenmonat. Denn vor und nach Sonnenuntergang wird hervorragend gegessen und getrunken.
 
In Kelibia besuchen wir die große Festung, von hier hat man eine wunderschöne Rundumsicht auf das Meer und das Land.
 
Auf der Festung in Kelibia
 
 

 
 
 
 
Der wunderschöne Strand bei Kelibia, der im Juli noch „rappelvoll“ war, ist jetzt menschenleer.  Die Urlauber aus Tunesien und Algerien sind zum Ramadan alle heim gereist und Touristen aus Europa kommen leider sehr selten in diese schöne Gegend Tunesiens.
 
 
 
In Korbus
 
 
Franz macht etliche Fotos, die wir für unsere beiden Gäste auf eine CD laden. So haben sie eine Erinnerung an unsere kleine, gemeinsame Exkursion, denn ihr Urlaub ist zu Ende und sie müssen wieder nach Hause,
 
 
Mit Wolfgang und Eva fahren wir nach Monastier. Wir möchten ein neues Plichtzelt nähen lassen und in einer Stofffabrik schauen wir uns Stoffmuster an, um zu entscheiden ob wir eventuell im Winter Stoff aus Deutschland mitbringen müssen.
 
Kurz hinter Monastier in Tabulbah ist eine Werft in der traditionelle tunesische Fischerboote aus Holz gebaut werden. Es ist sehr interessant das alles anzusehen, doch ist es nicht erlaubt zu fotografieren.
 
In Monastier fahren wir noch bei Achmed auf seiner Werft vorbei. Im Frühjahr wurde hier ja unser Unterwasseranstrich erneuert. Im nächsten Frühjahr werden wir wieder hierher fahren und außer dem Unterwasserschiff auch das  Überwasserschiff lackieren lassen.
 
Bei Achmed auf der Werft
 
 
Und dann ist nach 4 Monaten unser Touristenvisum wieder ´mal abgelaufen und wir müssen ausreisen.
 
Diesmal haben wir was ganz tolles vor.
 
Im Internet haben wir einen günstigen Flug in die Schweiz gefunden und so machen wir eine Woche „Urlaub“ bei Thorsten, Antje und Lasse im Aargau.
 
 
Am 07.09. ist es soweit. Per Taxi + Bus geht´s nach Tunis und dann per Flieger über Genf nach Zürich, wo Thorsten uns am Flughafen abholt.
 
Eine ganze Woche genießen wir unsere Familie in der Schweiz. Wir machen einige Ausflüge in die Umgebung. So auch nach Zürich und Basel.
 
Am Zürichsee
 
 
Huckepack in Zürich
 
 
Der eine oder andere Spielplatz wird besucht.
 
 
 
 
Mit dem Fahrrad unterwegs, für uns "Flachlandtiroler auf Seebeinen" ganz schön anstrengend, denn es geht hügelauf -und ab  
Dann braucht man auch ´mal die eine oder andere Erfrischung
 
 
Unsere Kinder wohnen direkt am Weinberg
 
Thorsten hat noch ein neues Hobby entdeckt, er ist jetzt Imker und hat hinter dem Haus sein erstes Bienenvolk.
 
Thorsten der Imker
 
 
Leider geht unserer „Urlaub“ viel zu schnell vorbei, es heißt Abschied nehmen und es geht zurück nach Hammamet.
 
Vorher wird aber noch ordentlich „Proviant“ eingekauft. In Tunesien gibt es zwar in speziellen Geschäften auch Schweinefleisch und entsprechende Wurstsorten und Schinken, aber das ist dann sehr, sehr teuer. Also werden reichlich Salami, Schinken, Cabanossi u.s.w. und natürlich ein paar Pakete Schwarzbrot eingepackt.
 
 
Auf der OLE PINELLE war inzwischen „Partytime“. Durch die hohen Temperaturen hat unser Bordradio verrückt gespielt und sich einfach eingeschaltet. Gott sei Dank war es nicht so laut eingestellt.
 
Die Temperatur liegt jetzt zwischen 25°-30° am Tag und in Nacht bei 25°. Viele Menschen sind sehr erschöpft und teilweise auch ganz schön genervt. Alle erwarten das Ende des Ramadan.
 
 
 
 
Am  21. September geht der Ramadan mit einem großen Fest, das über zwei Tage geht, endlich zu Ende. In Hammamet tobt der Bär. Es wird tüchtig eingekauft für das große Festessen. Es ist wie bei uns zum Weihnachtsfest.
 
Dann kehrt langsam Normalität ein. Die Straßencafe´s  sind wieder bis auf den letzten Platz besetzt und die Menschen gehen wieder ihren normalen Aktivitäten nach. 
 
Auch unsere Freunde im Stammcafe „MISTRAL“  sind jetzt wieder besser drauf und in den Restaurants ist endlich wieder mehr los. Der Ramadan ist wirtschaftlich gesehen wirklich ein großer Verlust.  
 
Heute, am 23.September, während ich diesen Bericht schreibe, ist der Himmel Wolken verhangen und es prasselt seit einigen Stunden ein kräftiger Regen auf unser Deck.
 
Gewitter- und Regenwolken über Hammamet.  
Außer einiger kurzer Gewitter in den letzten zwei Wochen ist das der erste richtige Regen seit Ostern. Auch die Natur atmet endlich richtig durch.
 
 
Nach zwei Tagen bessert sich das Wetter und wir haben wieder Sonnenschein und Temperaturen um 30°.
 
 
 
So, der Ramadan ist zu Ende und es wird wieder geheiratet. Wir sind wieder mit Ali unterwegs, fotografieren auf der einen und der anderen Hochzeit und lernen so viel über die Lebensweise der Tunesier.
 
Eine Hochzeit ist bei sehr reichen Leuten, geht über fünf Tage und es wird auch ein gutes tunesisches Essen gereicht. Es ist eine große Familie und es sind etwa 350-400 Gäste da. Der Bräutigam, mit dem wir uns kurz unterhalten können, erzählt uns dann ganz stolz, dass seine Hochzeit 45.000 Dinar ( etwa  23.000 € ) kostet. Viele Tunesier sparen jahrelang auf die Hochzeit und müssen dann trotzdem einen Kredit aufnehmen, den sie dann noch jahrelang  zurückzahlen.  
 
Das Wetter ist nicht „hochzeitsmäßig“ und an einem Abend regnet es in Strömen, aber das Ganze hält die Leute nicht davon ab fröhlich zu sein und unter freiem Himmel zu tanzen. Wohlgemerkt das Fest findet unter freiem Himmel statt und nach kurzer Zeit sind alle pudelnass.
 
      Einige hübsche Brautpaare + Gäste      
 
  Die Schwiegermütter
 
       Zur Unterhaltung kommen Bauchtänzerinnen
 
       Wir treffen auch „alte“ Bekannte.
Die Hochzeit dieser beiden jungen Leute feierten wir vor etwa 6 Wochen.
 
 
 
Der Stolz lässt es nicht zu, dass die Hochzeit im kleinen Kreis gefeiert wird. Deshalb heiraten viele sehr spät und einige eben nie.  ( Ein Angestellter in der Tourismusbranche verdient etwa € 180,00 plus Trinkgeld.)  Von unseren Freunden im „Mistral“ wissen wir, dass eigentlich nur die Deutschen ein richtiges Trinkgeld geben, bei den anderen Nationalitäten ist ein Trinkgeld nicht üblich. Jetzt sind alle ganz schön ängstlich, weil wegen der Wirtschaftkrise weniger Touristen kommen, und das könnte dann noch den einen oder anderen Job kosten.
 
 
Im Hafen werden jetzt die ersten Schiffe „winterfest“ gemacht. Die Eigner fahren den Winter über nach Hause und kommen dann erst im April wieder.
 
 
 
Bei Ali´s Nichte können wir wieder wunderschöne Handarbeiten bewundern. Sie arbeitet im Moment an einem Abendkleid. Sie bekommt das fertig genähte, weiße Kleid geliefert und macht dann die feine, aufwendige Stickerei.
 
Alles mühevoll handgestickt
 
 
Nach einigen Tagen mit wechselhaftem Wetter, kehrt der Sommer mit Temperaturen zwischen 25° - 30° zurück.
 
Wir freuen uns jetzt auf den nächsten Besuch aus Deutschland. Es kommen wieder Freunde  zu Besuch.
 
Bis bald   liche Grüsse
Die Ole Pinelle´s
 
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