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01.02.-07.06.2010 Hammamet-Monastir    

 
Jetzt sind wir schon fast 2 Jahre (mit kurzen Unterbrechungen) in Tunesien, und wir fühlen uns immer noch sehr wohl hier.
Nach unserem Aufenthalt in Deutschland und in der Schweiz, haben wir uns schnell wieder hier eingelebt. Wir genießen  das teilweise schon frühlingshafte Wetter  und hören mit Grausen, dass es in Europa  immer wieder schneit  auch sehr kalt ist.
Aber auch bei uns ziehen hin und wieder dunkle Wolken auf und es stürmt ganz ordentlich.
 
Dunkle Wolken über Hammamet
 
 
Leider mit zu wenig Regen.
 
Wir treffen Freunde und Bekannte wieder. Mit Mara und Ralf machen wir einige Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung von Hammamet. Dabei kommen wir in wunderschöne Schluchten und an einsame Wasserfälle und sehen, dass Tunesien dringend Regen braucht. Die Wasserfälle sind teilweise kleine Rinnsale und auch in den Stauseen ist viel zuwenig Wasser. Tja und die Regenzeit ist fast vorbei.
 
Auf unseren Touren haben wir einen Grill dabei. Irgendwo in der Wildnis wird ein schönes Plätzchen gesucht, und dann wird gegrillt. Putensteaks, Lammkottelets  und auch Kamelsteak und dazu Mara ´s leckerer Nudelsalat, ein paar feine Soßen und Fladenbrot. Einfach lecker.
 
 
Im Februar kommt Fathi unser Segelmacher und fertigt ein neues Plichtzelt für die OLE PINELLE an.
 
 
 
Auf dem Markt gibt es wieder frische Erdbeeren.
 
 
 
Sie werden frisch mit etwas Vanillezucker oder mit Quark gegessen und natürlich werden auch gleich ein paar Gläser Marmelade gekocht.
Mit Mara und Ralf fahren wir wieder einmal nach Tunis. VENJA, ihr kleiner Hund, muss zur Untersuchung in eine Tierklinik, und da fahren wir gerne mit. Die Klinik ist an eine Universität angeschlossen, und die Studenten können bei den Behandlungen und bei den Untersuchungen gleich praktische Erfahrungen sammeln.
Es werden Hunde, Pferde, Schafe, Ziegen usw. behandelt.
Unser kleiner Patient wird untersucht und geröntgt und dann mit der nötigen Medizin versorgt.
Und dann staunen wir ´mal wieder. Die gesamten Untersuchungen einschließlich Röntgenaufnahmen kosten gerade ´mal TD 14,00 (€ 7,50). 
 
Ende März gibt es ein kleines Grillfest  im Hafen. Imed wird als neuer Hafenkapitän vorgestellt. Er arbeitet schon länger im Hafenbüro und ist befördert worden, weil der alte Hafenkapitän versetzt wurde.
 
Imed und seine Familie
Dann kommt ein Highlight  unseres Tunesienaufenthaltes. Es geht noch einmal für einige Tage in den Süden, Richtung SAHARA.
 
Mara und Ralf sind von der Idee begeistert, und so mieten wir uns ein Auto.
 
Unser erstes Ziel ist Douiret ein altes Höhlendorf. Bis vor einigen Jahren lebten hier noch Menschen in den Höhlen am Berg. Sie haben in der Ebene ein neues Dorf gebaut. Das „alte Douiret“ ist in eine Stiftung eingegangen und wird nun langsam restauriert.  Es gibt nur ein Hotel und die Zimmer sind kleine Höhlen die seeeehr einfach aber sauber sind und in den Berg gebaut sind. Das Hotel ist meist ausgebucht, aber wir haben Glück und bekommen noch freie Zimmer. Kurz vor uns ist eine Reisegruppe angekommen. Sie haben eine Wüstentour gemacht und unter anderem unter freiem Himmel übernachtet. Wir hören mit großen Augen zu.
 
Unser Höhlenhotel in  Douiret
 
 
            
Der „Salon“ unseres Zimmers
Unser Schlafzimmer
 
 
 Die Hotelküche, in der unser Essen zubereitet wird.
 
Heute gibt es Salat, Couscous und Tajine(ein pikanter sehr leckerer Auflauf).
 
Und nach dem Abendessen machen die Chefin Latifa und ihre Leute Musik für uns. Wir haben sehr viel Spass.
 
Die Übernachtung für 2 Personen inkl. Abendessen und Frühstück kostet uns!!!! TD 55,00 (etwa € 28,00) 
 
Nach einer erholsamen Nacht und einem kleinen Frühstück, wie in Tunesien üblich, bestehend aus: Kaffee, Brot, Butter, Marmelade und Jogurt geht uns Reise weiter.
 
Über eine Anfangs gute Strasse geht es durch die Wüste. Hin und wieder sehen wir ein paar Kamele……
 
……und wir werden immer wieder vor ihnen gewarnt.  
 
 
 
Irgendwann ist die befestigte Strasse nur noch eine Schotterpiste, aber laut Karte müssen wir bald auf eine neue „Hauptstrasse“ und das Cafe „Sultane“ stoßen.
 
Aber dann ist es passiert. Wir sitzen in einer kleinen Sandwehe fest. Eine Schneewehe wäre uns jetzt weitaus lieber, denn der weiße Sand ist sehr fein und aus eigener Kraft oder auch mit anschieben ist es hier nicht getan.
 
Auch buddeln  nützt hier nichts.
 
Wir müssen uns also Hilfe suchen und haben großes Glück, denn hinter einer Anhöhe in etwa 500 m Entfernung ist die besagte Hauptstrasse, und ein Stück Richtung Norden gibt es das angekündigte Cafe.  Und dass in dieser Einöde. Mit Händen und Füßen, ein paar Brocken Englisch und Französisch überreden wir ein paar Männer, die uns mit ihrem uralten LKW wieder flottmachen.
 
 
Mit einer langen Leine zieht man uns aus dem feinen Sand
 
Anschließend müssen wir uns in dem kleinen Cafe erst einmal stärken. Und  auch hier treffen wir noch auf Menschen, die ein paar Brocken Deutsch reden.
 
Das „Cafe Sultane“.
 
Hier gibt es ein gutes Sandwich  und Kaffee oder Tee.
 
Stolz zeigt man uns einige Wände die mit 1000den von Visitenkarten aus aller Welt  beklebt sind. Natürlich  hängt jetzt auch eine Karte von uns an der Wand eines einsamen Cafe´s in der SAHARA.
 
 
Wir haben uns hier verewigt.  
 

 
 

 

  Ein Wüsten-Closett  
 
 
Dann geht es weiter nach Douz. Wir suchen uns eine Reiseagentur und buchen für die nächsten 2 Tage eine Wüstentour per Kamel. Am nächsten Nachmittag  soll es um 15:30 Uhr losgehen, und so haben  wir noch Zeit uns den Ort und die Umgebung anzusehen. Außerhalb gibt es einen Treffpunkt an  dem man Ultralightflieger, Kutschen und Carts mieten kann. Jetzt ist Ralf´s Stunde gekommen, als alter Flieger gönnt er sich einen Rundflug.
 
Am Abend checken im Hotel „20. März“ ein. Wir kennen es von unserer Reise im vorigen Jahr. Es ist preiswert, sauber und gemütlich.
 
Am Nachmittag stellen wir dann unser Auto in einer Garage der Reiseagentur unter, schnappen uns unsere Rucksäcke. Dann werden wir mit einem Landrover an den Stadtrand gefahren. Dort erwarten  uns Mohamed und Karim
 
 
mit 6 Kamelen.
 
 
Zwei Tiere sind mit Matten, Zelten, Schlafsäcken und Proviant beladen und wir vier klettern teilweise etwas mühselig auf die anderen vier Kamele. Mohamed und Karim schnappen sich die Leinen der Tiere und dann geht es los.
 
 
Der Skipper hoch zu Kamel!!!!!

 
 
Sahara pur!!!
 
Nach etwa 2 Stunden suchen  sie einen Rastplatz.
 
 
Den Kamelen werden die Vorderbeine zusammengebunden damit sie nicht zu weit weglaufen, Mohamed richtet 2 Zelte her
 
 
und Karim fängt an zu Kochen. Wir sammeln Holz für ein Lagerfeuer und helfen bei der Zubereitung des Abendessens.
 
 
 
Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang, ist unser Essen fertig. Es gibt das leckerste Couscous und einen sehr guten tunesischen Salat.
 
 
 
Nach dem Essen holt Karim eine Flöte aus seinem Gepäck, macht für uns Musik,
 
 
und es wird ein wunderschöner Abend. Wir bestaunen einen gigantischen Sternenhimmel. Fast so schön wie nachts auf dem Meer. Es stört auch nur ein kleines bisschen, dass plötzlich das Handy von Mohamed klingelt  ……
 
Aber irgendwann geht´s dann ab in den Schlafsack. Wir haben es richtig gut, wir haben immerhin ein Zeltdach über dem Kopf und es wird ganz schön kalt in der Nacht, aber Karim und Mohamed schlafen unter freien Himmel.
 
 
Am nächsten Morgen werden wir durch das klappern von Kochgeschirr geweckt. Karim hat uns frisches Brot in der Glut gebacken und es gibt Kaffee, Käse, und Obst.
 

Die Obstschalen werden dann an die Tiere verfüttert. 

Nach dem Frühstück werden die Kamele wieder bepackt, wir können wieder aufsitzen und werden von Kamir und Mohamed nach Douz zurückgeführt.
 
 
 
Es hat uns riesigen Spass gemacht. Skorpione und Schlangen haben wir nicht gesehen. Am Rande unseres Weges lag das eine oder andere Gerippe von irgendwelchen Tieren aber die vielen kleinen Krabbelspuren im Sand machen mich doch etwas nachdenklich.
 
 
Sollte vielleicht der eine oder andere Skarabäus( dicker, schwarzer Käfer, s. o.)  über  mich hinweggekrabbelt sein in der Dunkelheit in unserem Zelt?
 
Nach einer herzlichen Verabschiedung von Mohamed und Kamir, werden wir zu unserem Auto gebracht und unsere Reise geht weiter.
 
Von Douz aus fahren wir auf der befestigten Strasse durch den Chott El-Jerrid (großer Salzsee). Als wir im vergangenen Jahr zur gleichen Zeit hier waren, gab es noch ein bisschen Wasser, aber jetzt ist er nahezu ausgetrocknet. Auf dem See sehen wir dann die eine oder andere Fatamorgana. Über Torzeur geht´ s durch die Berge wieder Richtung Norden. Wir sind diese Strecke  im letzten Frühling ja schon mal gefahren, sind aber trotzdem wieder überwältigt von der grandiosen Natur.  
 
Unterwegs treffen wir immer wieder auf Polizei oder Militärkontrollen. Wir befinden uns ja sehr nah´ an der algerischen Grenze. Aber alle winken uns sehr freundlich weiter.
 
Für die Nacht suchen wir uns ein Hotel, was aber gar nicht so einfach ist,  denn in diese Gegend kommen nicht so viele Reisende. In Kairouan werden wir dann fündig. Es sind zwar nur noch etwa 2 Stunden Fahrt bis Hammamet, aber in der Dunkelheit ist es ganz schön ungemütlich zu fahren. Aus der Dunkelheit tauchen plötzlich Fußgänger auf,  oder es kommen schon ´mal unbeleuchtete Fahrzeuge entgegen. Man muß auch damit rechnen, dass plötzlich Schafe oder andere Tiere auf der Straße unterwegs sind, und so sind wir froh, eine Unterkunft zu haben.
 
Nach einem guten Frühstück geht es dann Richtung Küste nach Sousse, wo wir den Tag verbringen, und am Abend sind wir wieder in Hammamet.
 
 

 Wir haben jetzt Mitte April und wollen so schnell wie möglich nach Monastir in die Werft um unser Antifouling zu erneuern und das Überwasserschiff lackieren zu lassen. Mara und Ralf waren noch nie auf einem Segelboot unterwegs und kommen nun in den Genuss ihres ersten Segeltörns.

Mitte April machen wir im Fischereihafen von Monastier, bei der Werft von Achmed fest, und am nächsten Tag kommt OLE PINELLE an Land.

Und dann warten wir mehr oder minder geduldig   auf das was kommen soll.

 
Hin und wieder kommt der eine oder andere Handwerker vorbei und dann wird geschliffen oder gestrichen, aber alles dauert sehr lange. Tja, das ist hier die  Arbeitsweise. Wir müssen seeeehr geduldig sein. Aber dafür wird alles zu einem sehr günstigen Preis gemacht.
 
Wir gehen öfters auf den  Markt in Monastir. Es gibt jeden Tag frischen Fisch, Obst, Gemüse  und  wir haben immer einen tollen Speiseplan.
 
 
Auf dem Markt in Monastir
 
 
 
 
 
 
 
 Mara, Ralf und Dagmar kommen aus Hammamet, um uns zu besuchen. Mit ihnen fahren wir nach Mahdia, und wir haben viel Spass. Was ganz wichtig ist: Sie waren inzwischen in Tunis im grossen Supermarkt. Da gibt es superleckeres Graubrot und Leberwurst  Einfach toll, denn so etwas gibt es in Tunesien sonst fast nirgends.
 
 
Mitte Mai kommt ein wunderschöner Schoner in den Hafen. Es ist die Sunshine aus England.
Sie ist ca. 35m lang und 2004 in Taiwan gebaut worden und  nun soll sie hier an Land und einen neuen Unterwasseranstrich bekommen. Direkt neben uns wird sie aufgepallt und wir kommen uns ganz schön klein vor mit unseren 11,50m.
 
An Bord ist der Eigner Peter mit seiner Besatzung.(3 junge Männer aus Bali und ein junger Mann aus England). Alle packen mit an und im Nu ist die SUNSHINE geschliffen und gestrichen. Sie sind ein tolles immer gut gelauntes Team.
 
 
Übrigens so wird bei uns Müll entsorgt……  
 
  …..und so machen es die Tunesier.  
Im Hintergrund OLE PINELLE vor dem
wunderschönen Schoner SUNSHINE aus England
 
Hin und wieder kommt  ein Händler mit Meeresfrüchten vorbei.
 
 
Nicht schlecht, oder?!?!?
 
Das Wetter  ist 2 Tage nicht so besonders, es regnet hin und wieder ein bisschen und dass ist sehr ungewöhnlich für die Jahreszeit. Die Temperaturen liegen aber immer bei mindestens 25°.
 
Als nächstes kommen die Mal- und Lackierarbeiten und dafür brauchen wir nun ´mal wieder trockenes Wetter.
 

Die OLE PINELLE ist für die neue Lackierung vorbereitet
 

 
Seit Ende Mai haben wir auch Sommer. Die Temperaturen liegen am Tag zwischen 28° und 33° und in der Nacht zwischen 25° und 27°.  
 
 
Anfang Juni geht es weiter. Hamadi steht mit seiner Mannschaft vor der OLE PINELLE . Das gesamte Schiff wird geschliffen und es gibt eine neue Lackierung. Die Jungs machen das wirklich ganz toll. Bevor die Spitzlackierung gemacht wird, machen wir uns dann aber davon und gehen ins Hotel Mezri in Monastir direkt am Meer.
 
 
Und hier gibt es endlich ´mal wieder ein gutes Internet um Euch dies alles zu berichten.
 
Eigentlich wollten wir  ja schon auf dem Weg in die Türkei sein, aber vor dem 12. Juni werden die Arbeiten am Schiff wohl nicht fertig sein. Über die Reparaturkosten können wir nur staunen, denn in Europa hätten wir bestimmt ein vielfaches zahlen müssen.
 
Naja, hier muß man viellll Geduld haben, aber dafür schippern wir dann mit einer „neuen“ OLE PINELLE weiter.
 
Bis bald ´mal wieder,
  liche Grüße
Franz + Hannelore  
von der OLE PINELLE
08.Juni 2010
 
 
PS: Am 09 Juni leben wir 3 Jahre auf der OLE PINELLE. Junge, junge wie die Zeit vergeht.
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